Sich ganz fest ans Leben klammern. Nicht loslassen wollen. Angst haben.
Wenn ich gefragt werde, was mir am Besten gefallen hat, dann sage ich:
Die Momente des Intensiven. Ohne Glasscheibe. Denn das sind die Momente
des Glücks.
Der Moment der großen Angst, die mir zeigt, dass da etwas ganz Wichtiges
für mich existiert.
Der Moment des Staunens über eine ganz große Entdeckung,
die völlig neu zu sein scheint.
Etwas nicht fassen können, und es trotzdem sehen.
Der Moment der Sehnsucht, die so absolut und endgültig zu sein scheint.
Der Moment, der sich anschickt, vollkommen zu sein,
und dem, weil er so vollkommen ist, noch etwas fehlt, um vollständig zu sein.
Der Moment der unglaublichen Traurigkeit, in der jemand neben Dir steht,
um zu trösten.
Der Moment des Schmerzes, weil Du weißt, dass dieser Augenblick
nicht ewig sein wird.
Vermutlich nicht einmal eine Minute lang.
Der Moment der Tränen, weil etwas an Deinem Herzen gekratzt hat.
Der Moment, in dem Du denkst, dass jemand für Dich ein Lied geschrieben hat,
ohne Dich zu kennen.
Der Moment, in dem der Begriff Schönheit für Dich einen Sinn bekommt.
Der Moment, in dem jemand für Dich ein Lied singt, das er für Dich geschrieben hat.
Der Moment, in dem Du Dir für diesen Moment nichts Besseres vorstellen kannst,
als bei dem Menschen zu sein, bei dem Du bist.
Der Moment, in dem Stille in Dir herrscht, die so viel erzählt.
Der Moment, in dem jemand die Stille mit Dir teilt.
Der Moment, in dem Du die Stille ganz mit Dir allein vollkommen genießen kannst.
Der Moment, in dem Du gar nicht genug vom Leben bekommen kannst,
nicht, weil Du wartest,
sondern weil Du bist.